Junges Engagement im Weltladen
Photo by Tim Gouw on Unsplash
Bildungsprojekt

#jungerWeltladen

Im Weltladen gibt es vielfältige Möglichkeiten sich zu engagieren - es wird nie langweilig! Durch den Verkauf von fairen Produkten werden Kooperativen direkt unterstützt. Bei Workshops in Schulen, Infoständen z.B. in der Unimensa oder einer Kleidertauschparty erlebe ich spannende Diskussionen und kann Menschen dazu ermutigen Konsummuster zu überdenken und neue Wege zu gehen.

Portrait Lena Geisel (33) Weltladen Heidelberg Lena Geisel (33) Weltladen Heidelberg

Der Weltladen muss jünger werden

Die Bildungsarbeit beschäftigt sich aktuell auch mit dem fehlenden Nachwuchs in den Weltläden.
Wir betrachten Bedürfnisse und Wünsche der jungen Generation und erarbeiten Konzepte für Weltläden, die gerne junge Menschen im Team hätten. 


Wünsche und Bedürfnisse junger Menschen

Die Ergebnisse stammen aus einer von uns durchgeführten Umfrage mit entwicklungspolitisch engagierten Menschen zwischen 17 und 33 Jahren, innerhalb und außerhalb der Weltläden.

  • Der Zugang zu jungen Menschen erfolgt heute hauptsächlich digital. Bei einer Engagement-Suche begeben sich junge Menschen in das Internet. Um junge Menschen für ein Engagement zu generieren, sollten Weltläden demnach einen stärkeren Fokus auf ihre Webseiten und die sozialen Medien legen.

  • Die sogenannte Peer-Group, die gleichaltrige, primäre soziale Bezugsgruppe, spielt keine zentrale Rolle bei der Entscheidung an einem Engagement-Ort zu bleiben. Hingegen ist die Peer-Group wichtig, um zum Engagement-Ort zu finden. Hier machen also Angebote von Praktika oder Freiwilligendiensten Sinn. Dabei können erste junge Menschen sich zeitlich begrenzt engagieren und weitere Menschen innerhalb ihrer Peer-Group anlocken.
    Ebenso wichtig sind ein aktives Vereinsleben und die Möglichkeit mitzugestalten, neue Ideen einzubringen und umzusetzen. Weltläden sollten daher jungen Menschen ein aktives Vereinsleben bieten, zum Beispiel in Form von vereinsinternen Ausflügen, politischen Aktionen oder Fortbildungsangeboten für Engagierte.

  • In der Lebensphase der 17 bis 33 Jährigen ist Flexibilität wichtig. Formate für ein Engagement müssen gefunden werden, die keine Regelmäßigkeit verlangen zum Beispiel ab und zu Übernahme von Workshops zur Bildungsarbeit, politische Aktionsformen die zeitlich begrenzt sind, die Möglichkeit von zu Hause aus arbeiten können und einiges mehr.

  • Bezahlungen, zum Beispiel durch kleine Honoraraufträge sind nicht unbedingt gewünscht. Qualifizierungsmöglichkeiten durch Zeugnisse oder ähnliches hingegen schon. Auch dieser Punkt spricht für Praktika, kurzfristige und zeitlich begrenzte Aktionen und Freiwilligendienste.  


Wer sind die "Jungen"? 

Wir richten uns an die Generation der Digital Natives, die Generation, die in das digitale Zeitalter hineingeboren wurden. Für diese Generation ist das Internet eine Selbstverständlichkeit wie für keine andere. Zwar hat der untere Rand dieser Generation noch erste Erfahrungen mit einem piepsenden Modem gemacht und der obere Rand hält Instagram und schnelles WLAN für lebensnotwendig, doch hält sie die schnelle Auffassungsgabe in der digitalen Welt zusammen. Aktuell ist diese Generation im Alter zwischen 17 und 33 Jahren. 

Digital Natives sind informiert und wollen etwas verändern. 

Eine Generation mit unbegrenzten Möglichkeiten

Ob Reiseziele, Möglichkeiten das Abitur zu machen, Studiengänge, Berufsmöglichkeiten, Freizeitaktivitäten – die Optionen sind unzählbar. Das kann zum einen leicht überfordern und zum anderen vermittelt diese Situation den Druck, sich alle Optionen offen zu halten und keine zu verbauen. Denn ist ein Plan nach einer langen Entscheidungsfindung erst einmal gemacht, kann dieser sich auch schnell wieder ändern bzw. umgeworfen werden. Im Gegensatz zu dieser Welt voller Möglichkeiten ist der Lebensalltag geprägt durch Unsicherheit und Ungewissheit über die berufliche und die ökologische Zukunft sowie die Stabilität des Friedens.

Obwohl – oder gerade weil - junge Menschen mit einer scheinbar unendlichen Vielzahl an Missständen konfrontiert sind, sind sie dennoch motiviert die Welt sozial und ökologisch zu verbessern. Die äußeren Lebensumstände machen dies oft schwer und lassen kaum Zeit für ein langfristiges Engagement.

Junge Menschen wollen Erfolge sofort sehen

Ein anderer Name für die Generation der Digital Natives ist die heimlichen Revolutionäre. Dieser Titel rührt daher, dass diese Altersgruppe oft als unpolitisch deklariert wird. Sie haben jedoch eine andere Strategie für Veränderungen. Anstatt an Politiker*innen zu appellieren, leben sie die gewünschte Veränderung selbst und unterwandern sozusagen die Politik.

Kurzes, flexibles Engagement ist beliebt, das im Lebenslauf gut aussieht und durch das sie motiviert werden. Langfristige Verpflichtungen sind bei dem vorhandenen Leistungsdruck schwierig einzugehen. Der eigene nachhaltige Konsum wird als elementar für globale Veränderungen angesehen.

Kontakt:

Passend zum Thema

Im Weltladen einkaufen, eine Veranstaltung besuchen oder eine Petitionskarte unterschreiben – klar. Doch Weltläden bieten mehr. Sie laden zum Mitmachen ein. Mehrere 10.000 Menschen engagieren sich - zumeist ehrenamtlich - in Weltläden und machen sie so zur größten entwicklungspolitischen Bewegung.

mehr lesen
CC BY 4.0-Lizenz

Cookie-Einstellungen

Wir setzen auf weltladen.de Cookies ein. Mithilfe der Cookies können wir Ihnen bestimmte Funktionalitäten auf weltladen.de bereitstellen. Die Cookies stammen entweder von uns oder von einem IT-Dienstleister, der Funktionalitäten für uns bereitstellt.
Klicken Sie auf „Alle akzeptieren“, um auf unsere Webseite mit allen Cookies zu gelangen. Klicken Sie auf „Einstellungen übernehmen“, um die ausgewählten Cookies zu akzeptieren.

Cookie-Informationen

Stand: 06/2020

Diese Hinweise gelten für die unter weltladen.de erreichbaren Webseiten, im Folgenden benannt als „unsere Webseite“ oder „weltladen.de“.

Wir setzen auf weltladen.de Cookies ein. Cookies sind kleine Dateien, die auf Ihrem Endgerät gespeichert werden. Mithilfe der Cookies können wir Ihnen bestimmte Funktionalitäten auf weltladen.de bereitstellen. Die Cookies stammen entweder von uns oder von einem IT-Dienstleister, der Funktionalitäten für uns bereitstellt. Diese Cookies heißen Third-Party-Cookies. Abhängig von Funktion und Verwendungszweck können Cookies in drei Kategorien eingeteilt werden:

Unbedingt erforderliche Cookies

Diese Cookies sind notwendig, damit Sie auf der Webseite navigieren und deren Funktionen verwenden können, zum Beispiel um sich anzumelden oder um Formulare auszufüllen. Unbedingt erforderliche Cookies benötigen nach geltendem Recht keine Einwilligung durch die Nutzerin oder den Nutzer.

Performance-Cookies

Diese Cookies sammeln Informationen über die Nutzung der Webseite, z. B. welche Seiten am häufigsten besucht werden und wie sich Besucherinnen und Besucher auf der Webseite bewegen. Sie helfen uns, weltladen.de so zu gestalten, dass Sie sich gut orientieren können und die gesuchten Informationen schnell finden.

Marketing-Cookies

Marketing Cookies (auch Targeting oder Advertising Cookies genannt) werden benutzt, um Werbeanzeigen auf Webseiten Dritter anzeigen zu lassen, die für den Nutzer und seine Interessen relevanter sind. Diese Art von Cookies verwenden wir nicht.

Auf unserer Webseite verwendete Cookies

Erforderliche Cookies

Cookie Domain Domain Cookiename Name Lebensdauer [Tage] Dauer [Tage]
weltladen.nicht.live cookietypes 356
weltladen.nicht.live wires Sitzung
weltladen.nicht.live wires_challenge 30

Performance-Cookies

Cookie Domain Domain Cookiename Name Lebensdauer [Tage] Dauer [Tage]
weltladen.nicht.live _pk_id.1.b17b 386
weltladen.nicht.live _pk_ses.1.b17b 2

Marketing-Cookies

– keine –

Datenschutzerklärung