Themenwelten im Sortiment
„Weltladen“ ist kein Konzept, sondern eine Branche. Es ist die Aufgabe des jeweiligen Weltladens, ein für sich stimmiges Konzept zu entwickeln. Dabei bestimmt die Zielgruppe den groben Rahmen, aber nicht die Details des Sortiments. Das potentielle Sortiment von Weltläden ist so breit, dass es für Kund*innen kaum zu fassen ist. Was erwartet sie konkret im Weltladen - über Kaffee, Tee, Kakao hinaus?
Ideal ist, wenn Kund*innen direkt beim Betreten des Weltladens erkennen, welche Bedürfnisse, welches Sortiment abdeckt wird. Denn Kund*innen suchen keine Warengruppen, sondern eine Lösung für ihre Bedürfnisse. Niemand geht los, um etwas aus Holz zu kaufen - interessiert sich aber für nachhaltige Küchenhelfer. Das gelingt insbesondere durch den Aufbau des Non-food-Sortiments nach "Themenwelten".
Beispiele für saisonunabhängige Themenwelten im Weltladen sind:
- Schöner Wohnen (Heimtextilien, Kerzen, Vasen, ausgewählte Dekoration...)
- Küche (Küchenhelfer, Geschirrtücher...)
- gedeckter Tisch (Tischwäsche, Keramik, Gläser...)
- Fair Fashion
- Accessoires (Taschen, Tücher, Socken...)
- Wellness (Seifen, Kosmetik, Hamam-Tücher...)
- Schmuck
- Papeterie
Saisonale Themenwelten können sein:
- Frühling & Garten
- Grillsaison
- Nachhaltig Reisen
- Weihnachten, Ostern...
- Lokale Anlässe (von Kirchweih bis CSD)
Die für euren Weltladen passenden Themenwelten findet ihr durch eine genaue Zielgruppenanalyse und die Entwicklung von Personas.
Themenwelten machen für das Sortimentsteam den Einkauf intuitiver, da sie die Orientierung erleichtern. Wie viele Themenwelten ein Weltladen permanent oder befristet sinnvoll abdecken kann, hängt sehr von seiner Zielgruppe, der Lage und der Fläche ab. Ein Thema muss über mindestens ein Regal gehen, sonst ist es nicht mehr als Thema wahrnehmbar.
Stand: August 2026